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Ein Leben in Mittelerde

; Quelle: Dominion Post

Seit nun fast zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Peter Jackson mit Tolkiens Mittelerde, den Elben, Zwergen, Zauberern, Trollen und Orks. Am liebsten aber waren ihm immer die Hobbits, verriet er jetzt in einem Interview. Die neuseeländischen Zeitung The Dominion Post sprach mit dem neuseeländischen Regisseur, Drehbuch-Autorin Philippa Boyens und den Schauspielern Martin Freeman, Ian McKellen und Andy Serkis über ihre persönliche Beziehung zum HOBBIT.

Ich habe die Hobbits immer gemocht, weil man sich mit ihnen identifizieren kann – vor allem ich selbst kann das sehr gut. Ich bin ein Stubenhocker. Ich lege gerne die Füße hoch und genieße die Bequemlichkeiten eines Zuhauses. Ich bin kein Abenteurer, deswegen habe ich mich immer mit den Hobbits verbunden gefühlt. Und die Geschichte von Bilbo Beutlin ist die ultimative Hobbit-Geschichte.

Vor 17 Jahren begann für Peter Jackson die Reise nach Mittelerde.

Ich erinnere mich noch, wie ich 1995 Harvey Weinstein anrief und ihm erklärte, dass wir Interesse hätten, den HOBBIT zu verfilmen. Die Idee dahinter war, dass wir anschließend den HERRN DER RINGE verfilmen würden, wenn der erste Film erfolgreich wäre. Aber Harvey erklärte uns, dass die HOBBIT-Filmrechte etwas kompliziert zu bekommen wären, aber LOTR wäre potentiell verfügbar. Es ist schon komisch, wie dieser ganze Prozess mit einem Anruf vor 17 Jahren begann.

Und auch wenn Peter Jackson einer der erfolgreichsten Regisseure der Welt ist, so sei er doch vor jedem Drehtag nervös. „Ich habe vor jedem der 266 Drehtage geträumt, dass am Film-Set etwas schief geht.

Dass wir erst LOTR gedreht haben war Schicksal, dadurch können wir nun einen viel besseren HOBBIT abliefern“, erklärt Philippa Boyens. „Es wäre ein komplett anderer Film geworden, wenn wir ihn zuerst gedreht hätten. Vielleicht wollte das Schicksal auch nur, dass wir auf Martin [Freeman] warten, damit er genau zum richtigen Moment und im richtigen Alter Bilbo spielen kann.

Martin Freeman sei immer die erste Wahl gewesen, doch als Peter Jackson erfahren habe, dass er aufgrund der Dreharbeiten zu SHERLOCK nicht verfügbar sei, wäre er verzweifelt. „Aber dann hatte ich diesen erlösenden Moment, als ich eines Tages um 5 Uhr morgens im Bett lag und die zweite Folge der ersten Staffel von SHERLOCK auf meinem iPad sah. Ich habe Martin gesehen und gedacht: Das ist doch absolut verrückt. Dieser Typ muss die Rolle einfach spielen.

Sofort rief er Martin Freemans Agenten an und bot ihm an, während der Dreharbeiten zum HOBBIT eine dreimonatige Pause einzuplanen, damit Martin Freeman die Möglichkeit habe SHERLOCK zu drehen.

Sie wollten unbedingt, dass ich in dem Film mitspiele”, erzählt Martin Freeman. „Und deswegen wollte ich auch unbedingt mitspielen.

Ian McKellen erklärte, er sei bei dem Gedanken an eine Rückkehr nach Mittelerde hin und her gerissen gewesen. „Ein Teil von mir wollte nicht zurückkehren und noch einmal diese Rolle spielen. Als Schauspieler war das für mich ein Charakter, den ich eingehend erforscht und erlebt hatte, der aber keinen Reiz mehr für mich hatte. Aber jetzt bin ich ganz furchtbar froh, dass ich doch wieder dabei bin – Und wenn es nur ist, um Dumbledore nicht die Oberhand gewinne zu lassen.

Andy Serkis hingegen hatte nie mit Gollum abgeschlossen. „Diese Charaktere – Gollum und Gandalf – sind so sehr im öffentlichen Bewusstsein verankert, dass ich fast täglich Leute mit mir über Gollum sprechen wollen. Es war sehr bizarr, noch einmal zurück zu kehren, und sich körperlich mit ihm zu verbinden. Am ersten Tag war es so, als würde ich die 1000-Millionen Leute imitieren, die meine Original-Performance imitiert haben. Eine sehr seltsame Erfahrung.

Zur Vorbereitung auf den HOBBIT hatten Philippa Boyens, Fran Walsh und Peter Jackson sich das erste Mal überhaupt die HERR DER RINGE Trilogie als Zuschauer angeschaut.

Fran und ich konnten sie vorher einfach nicht gucken“, gestand Boyens. „Wenn sie im Fernsehen kam, hab ich immer gesagt: Mach das aus! Weil das eines dieser Dinge war, denen man viel zu nah war. Ich habe das gelebt! Und das war dann das erste Mal, dass ich mir [die Filme] vollständig angeschaut habe. Und ich hatte dieses starke, gute Gefühl von: OK, das funktioniert, wir können das schaffen. Und es war überraschend einfach in diese Welt zurückzukehren. Ich erinnere mich, wie ich mit Fran da saß und zu ihr sagte: Ich kann es nicht glauben, aber ich tippe gerade wieder die Worte Zauberer und Hobbit. Und es fühlt sich so richtig an.

An ein Ende der Arbeiten am HOBBIT mag Peter Jackson gar nicht denken: “Es wird niemals vorbei sein. Wir werden die Filme immer erst ein oder zwei Tage vor der Premiere fertig haben, wir arbeiten immer bis zur letzten Sekunde dran. Und dann existieren sie in einer komplett anderen Form. Leute schreiben uns jetzt noch zum HERRN DER RINGE. Also geht es auch für uns immer weiter, und das ist das Tolle, wenn man sich vorstellt, dass man etwas schafft, das Leuten unterhält und hoffentlich über viele Jahre hinweg Vergnügen bereitet, wenn wir schon längst nicht mehr da sind.

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