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Tierquälerei beim HOBBIT? (+ Update von Peter Jackson)

; Quelle: Eonline

Erneut berichten seit heute diverse Medien über vermeintliche Fälle von Tierquälerei bei den Dreharbeiten zum HOBBIT. Im Prinzip handelt es sich um die gleichen Vorwürfe, die auch schon einmal im August erhoben worden waren, diesmal nur mit der Unterstützung von PETA. Aber was ist da überhaupt dran?

Zwei Tierpfleger hatten bereits im August den Tod mehrerer Tiere angeprangert, die sich während der HOBBIT-Dreharbeiten ereignet haben sollen. Unter den betroffenen Tieren befanden sich drei Pferde, sechs Schafe, drei Ziegen und 10 Hühner. Merkwürdig war nur, dass die American Human Association (AHA), die die Dreharbeit mit den Tieren überwacht hat, davon nichts mitbekommen hatte. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Tiere waren nicht in einem direkten Zusammenhang mit den Dreharbeiten zu Schaden gekommen, sondern durch schlechte Tierhaltung auf dem Bauernhof, der in die Produktion involviert war. So sei beispielsweise das Pony Rainbow im Februar 2011 von nervösen Wallachen zu Tode getreten worden. Ein anderes Pferd namens Claire wurde auf einer Koppel gehalten, auf der sich ein steiler Abhang mit einem Fluss befand, in dem es ertrunken sei. Das Pferd Zeppelin starb nach der Fütterung mit Getreidefutter an einer Kolik.

Die American Humane Association, die die Vorfälle seit August untersucht hatte, musste eingestehen, dass nur die direkte Film-Produktion auf Tierquälerei überwacht wurde, nicht aber der Aufenthalt oder das Training der Tiere an drehfreien Tagen. In einem offiziellen Statement der AHA heißt es:

Die Dreharbeiten zum Hobbit im Jahr 2011 wurden von einem unserer zertifizierten Mitarbeiter überwacht, um das Wohl von Menschen und Tieren sicher zu stellen. ... Keins der erwähnten Tiere starb während der Dreharbeiten oder war als Tier-Darsteller im Einsatz als die Vorfälle passierten. ... unsere strengen Richtlinien für den sicheren Einsatz von Tieren bei Dreharbeiten wurden ohne Ausnahme während der gesamten Produktion eingehalten.

Die Frage ist nun, in wie weit Peter Jackson und sein Team für diese Tode in Verantwortung gezogen werden können, obwohl sie nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Produktion stehen. Hätte der Bauernhof fachkundiger überprüfen werden müssen? Hätte das Wohlergehen der Tiere außerhalb der regulären Drehzeiten sichergestellt sein müssen? Ein Sprecher von Peter Jackson betonte, dass man nicht mehr mit dieser Farm zusammenarbeiten würde und sich nun auch keine Tiere mehr auf dem Gelände befinden. Das gelte auch für zukünftige Dreharbeiten und Produktionen.

Die radikale Tierschutzorganisation PETA kündigte an, den HOBBIT mit diversen Aktionen zu boykottieren.

UPDATE 20.11.12

Mittlerweile hat sich auch Peter Jackson persönlich zu Wort gemeldet und Stellung genommen. Auf Facebook schreibt der Regisseur, dass Tierschutz am Set vom Hobbit immer groß geschrieben worden sei und die Vorwürfe der zwei Tierpfleger bereits vor einem Jahr sofort nach Meldung untersucht worden seien. Einige davon seien unhaltbar, beispielsweise der Vorwurf, dass bei einem Pferd die Beine gefesselt worden seien, um es zu beruhigen. Er deutet indirekt an, dass die Tierschutzorganisation PETA mit den erneuten Anschuldigungen den Zeitpunkt der HOBBIT-Premiere nutzen möchte um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und bedauert, dass dadurch der Ruf neuseeländischen Tiertrainer, Tierärzte, Tierpfleger geschädigt würde, die sich mit großer Hingabe um die Tiere gekümmert hätten. Unterstützt wird seine Aussage durch Briefe des Pferdebesitzers, der Tierärztin am Set, des Farmers und des Tiertrainers und Schauspielers Jed Brophy. So schreibt beispielsweise Tierärztin Julia Bryce, dass sich die Filmproduktion vorbildlich verhalten habe und sie schon bei den kleinsten Anzeichen von Verletzung oder Krankheit konsultiert worden sei. Natürlich habe es bei so vielen Tieren hin und wieder auch gesundheitliche Probleme gegeben, aber um die habe man sich immer vorbildlich gekümmert. Jed Brophy (Nori) berichtet, dass er die Bedingungen auf dem Bauernhof so gut fand, dass er dort sogar sein eigenes, privates Pferd während der Dreharbeiten untergebracht habe, damit er an freien Tagen ausreiten konnte. Den Tieren sei bei der Produktion der größte Respekt und bestmögliche Pflege zuteil geworden. Das komplette Statement kann hier bei Facebook nachgelesen werden.

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