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REZENSION: DAS OFFIZIELLE FILMBUCH

; Quelle: HDRF

Seit heute steht es offiziell in den Regalen – Wir haben uns das offizielle Filmbuch zum ersten HOBBIT-Film einmal genauer angeschaut, das auf den ersten Blick mit Hunderten von neuen Fotos und vielen Insider-Informationen beeindruckt. Aber kann es auch halten, was es verspricht?

Das Buch aus der Feder von Tolkien-Experte Brian Sibley, welches mit vollständigem Titel DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE – DAS OFFIZIELLE FILMBUCH heißt, ist im Prinzip ein ausführliches Making-Of-Buch, das die wesentlichen Aspekte des ersten Films und der damit verbundenen Produktion abdeckt, von Informationen zu den Hauptdarstellern, über den Kulissenbau, die Kostüme, das Zwergen-Trainingslager die bis hin zur Kameratechnik. Dabei wird der unkundige Leser bei der Hand genommen und bekommt alles ganz genau erklärt. Hobbit-Fans, die sich schon länger mit der Verfilmung beschäftigen und auch alle Production-Videos geschaut haben, werden viele der Informationen bekannt vorkommen.

Dennoch sind diese noch durch viele exklusive Zitate der Crew und auch persönliche Eindrücke ergänzt. Tolkien-Experte Brian Sibley, der auch schon für die Making-Of-Bücher zu DER HERR DER RINGE verantwortlich war, schafft durch seine authentischen Beschreibungen eine relativ dichte Atmosphäre, so dass man als Leser bald den Eindruck gewinnt, selbst bei den Dreharbeiten Gast gewesen zu sein.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist Schwitzen für die Zwerge im heißen Scheinwerferlicht der Studios eine beständige Gefahr. … Richard Armitage beschreibt dies: „Der Schweiß verbindet sich mit dem Kleber der Gesichtsprothese und sammelt sich unter den Silikon-Augenbrauen. Tami Lane, die für die Gesichtsprothesen verantwortlich ist, quetscht diese kleinen Reservoirs aus, und der Schweiß schießt dann in kleinen Fontänen aus deinem Kopf. Wir nennen das ‚melken‘!“

Bemerkenswert für ein solches Buch ist übrigens die Tatsache, dass auch einige Probleme der HOBBIT-Produktion angesprochen werden, wie beispielsweise die finanziellen Schwierigkeiten von MGM oder der Darstellerwechsel von Fili (Dean O´Gorman sprang für den britischen Schauspieler Rob Kazinsky ein). Sogar Peter Jacksons Magengeschwür findet Erwähnung. Zwar wird nicht wirklich ins Detail gegangen, aber allein die Erwähnung zeigt Größe. So etwas würde man in vielen anderen offiziellen Filmbüchern nicht finden. Dadurch wird das Buch zu mehr als zu einem reinen Marketing-Gag. Es entsteht der Eindruck, als wolle man die Fans wirklich an der Produktion teilhaben lassen.

Egal, wen man nach dem Schlitten mit den Kaninchen fragt – Alle Finger deuten auf einen Mann … Das war Peters Idee

Besonders lohnt sich die Anschaffung aber wegen der vielen Artworks und Behind-The-Scenes-Fotos, die Details enthüllen, die einem vermutlich im Kino entgehen werden. Kaum anzumerken ist dem Werk übrigens Peter Jacksons spontane Aufteilung der zwei Filme auf drei. Dass vermutlich kurz vor Drucktermin Beorn, Legolas, Tauriel, Riesenspinnen und alle Waldelben wieder aus dem Buch verschwinden musste, kann man nur erahnen. Nur an ein oder zwei Stellen finden Thranduil und Tauriel jetzt noch in Nebensätzen Erwähnung.

DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE – DAS OFFIZIELLE FILMBUCH ist eine gelungene und reichlich bebilderte Übersicht über die Produktion des ersten HOBBIT-Films, mit interessanten Hintergründen und unterhaltsamen Anekdoten. Und da kann man auch mal ein Auge zudrücken, wenn sich in einer der Bildunterschriften das Tabu-Wort „Elfen“ (anstatt „Elben“) eingeschlichen hat.

DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE – DAS OFFIZIELLE FILMBUCH

  • von Brian Sibley
  • Broschiert: 168 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Veröffentlichung: 23. November 2012
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608939962
  • ISBN-13: 978-3608939965
  • Originaltitel: The Hobbit: The Official Movie Guide

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